Manfred Beier, Stalinallee, 1953, Bildquelle: Bundesarchiv

AKTUELLE AUSSTELLUNG

DOROTHEE ALBRECHT: TEA PAVILION, FRANKFURTER TOR

OSZILLIERENDE WAHRHEITEN - FRIEDEN, EXIL, REVOLUTION.

29.04 - 12.06.2016

ERÖFFNUNG: DONNERSTAG, 28.04.2016, 19 Uhr

PERFORMANCE & GESPRÄCH: 26.05.2016, 19 Uhr: Thirsty Moon und Stefan Römer

Thirsty Moon: Water Knows - A tea table meditating between actions and reflection.
Stefan Römer und Gäste: Tea Conference - International archive for people on the move.
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»Because, in the end, the idea today is to bring the world into contact with the world, to bring some of the world’s places into contact with other places in the world.(…)
We must multiply the number of worlds inside museums.«
Edouard Glissant

»Tea Pavilion, Frankfurter Tor« der Berliner Künstlerin Dorothee Albrecht verbindet historische und aktuelle Momente rund um das Frankfurter Tor mit übergreifenden Fragen nach Frieden, Exil und Revolution.
Es entsteht eine Text-Bild-Video-Assemblage, eine Art Wörterbuch im Raum, ein Ort, der benutzt werden kann und auch zum Teetrinken einlädt.
Das künstlerische Projekt »Tea Pavilion« wurde erstmals zur Guangzhou Triennale 2008 realisiert, die sich mit einer Neubefragung postkolonialer Verhältnisse befasste. Tee als Getränk und als Metapher vermittelt zwischen tausendjähriger Teekultur, Kolonialgeschichte und der sozialisierenden Tasse Tee, die entspannt in zivilen Räumen getrunken wird.
Differenzen und Gemeinsamkeiten werden in ein Spannungsfeld gebracht, während durch die wechselnden Blickwinkel, die eingenommen werden, der Raum des »Tea Pavilion« immer wieder neu befragt und produziert wird.
Ein Pavillon erscheint in Zeiten weltweiter Veränderungen als adäquater Möglichkeitsraum: Flexibel und beweglich genug, um auf die veränderlichen Bedürfnisse an einem Ort reagieren zu können.


»Meine Kunstprojekte beschäftigten sich mit experimentellen Untersuchungen und Verwirklichungen von Räumen. Erst waren es bewegliche Räume, geschichtete, heterotopische Räume oder Räume analog zu Hannah Arendts Konzept der öffentlichen Räume mit der „gleichzeitigen Anwesenheit zahlloser Aspekte und Perspektiven, in denen ein Gemeinsames sich präsentiert“. Schon lange begleitet mich besonders Édouard Glissants Idee der Archipele, die „entfernteste und völlig heterogene Elemente unvermutet miteinander in Beziehung“ setzen. Das passiert in der heutigen Welt, die als umfassend begriffen wird, ohne ‚organische‘ Autorität. Wenn diese Archipele den zeitgenössischen Kunstraum durchdringen, wird es interessant.« Dorothee Albrecht


Kuration: Celina Basra


DA_Interview.pdf







 


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