Egmont-Schäfer-Preis

Egmont-Schäfer-Preis

Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung

Der Preis ehrt einerseits Egmont Schaefer, den Berliner Zeichner, der viele Jahre die Galerie im Turm betreut hat, würdigt zum anderen aber auch das zeichnerische Schaffen des jeweiligen Preisträgers, dass einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden soll und die Zeichnung als künstlerische Ausdrucksform.

Egmont Schaefer, 1908 in Berlin geboren, hat von 1928 – 1931 bei Emil Orlik an der Vereinigten Staatsschule für freie und angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg studiert, war seit 1938 von der Reichskulturkammer mit Berufsverbot belegt worden und lebte und arbeitete in Ostberlin als freier Graphiker und Zeichner. 1959 aus dem Verband Bildender Künstler ausgeschlossen, betreute Egmont Schaefer zwischen 1965 und 1980 die Galerie im Turm in Berlin-Friedrichshain,in der daher auch die Preisverleihungen stattfinden.
1991 gelang es erstmals durch eine umfangreichere Publikation das Werk des Künstlers ausführlicher einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. 1993 erhielt Egmont Schaefer ein Ehrenstipendium der Stadt Berlin.

Der Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung ist aus der Ausstellungsreihe BERLINER KABINETT hervorgegangen, die 1990 von Harald Toppl und Karl-Friedrich Schmalwaßer ins Leben gerufen wurde.
1998 wurde der Verein Berliner Kabinett e.V. gegründet, der gemeinnützig tätig ist und insbesondere die Ausstellungen BERLINER KABINETT und die Vergabe des Egmont-Schaefer-Preises für Zeichnung fördert.
Die Ausstellungsreihe BERLINER KABINETT widmet sich seit Jahren den Arbeiten auf Papier, der Druckgrafik und in mehr als zehn Ausstellungen der Zeichnung. Es geht vor allem um ein Stück Normalität im Zusammenhang mit Kunst und um die Wertschätzung des elementaren künstlerischen Arbeitens.

Für die Verleihung des Egmont-Schaefer-Preises für Zeichnung ist bestimmt:
- Der Egmont-Schaefer Preis wird alle 2 Jahre vergeben.
- Der Preisträger wird durch einen unabhängigen Beirat bestimmt, der sich aus anerkannten Kunstwissenschaftlern und Künstlern zusammensetzt und für jede Preisvergabe neu berufen wird. Bewerbungen für den Preis sind nicht möglich.
- Der Preis ist mit mindestens 1000 € dotiert.
- Mit der Preisverleihung ist eine Ausstellung des Preisträgers in der Galerie im Turm verbunden.
- Zur Ausstellung wird eine Publikation über den Preisträger herausgegeben.
- Preisverleihung und Ausstellung finden im zeitlichen Zusammenhang mit dem Geburtstag von Egmont Schaefer im Mai statt.

Einen Preis für Zeichnung hat es so in Berlin bisher nicht gegeben, obwohl hier populäre Vorläufer wie Emil Orlik, Heinrich Zille, Albert Schäfer-Ast, Werner Gilles, Werner Heldt und Herbert Tucholski gewirkt haben. Auch Egmont Schaefers frühes Vorbild, Alfred Kubin, arbeitete in Berlin.
Der Preis soll diese wichtige Tradition aufnehmen und fortsetzen und dazu beitragen, der Zeichnung einen bedeutsamen Platz im öffentlichen Bewusstsein der Stadt zu verschaffen.

Der Egmont-Schaefer-Preis wurde bisher vergeben an:
Frank Diersch, Berlin ( 1998 )
Peter Graf, Dresden ( 2000 )
Andreas Bindl, München ( 2002 )
Jürgen Köhler, Berlin ( 2004 )
Sati Zech, Berlin ( 2006 )
German Stegmeier, München ( 2008 )
Heinz Handschick, Berlin ( 2010 )
Doris Leue, Berlin (2012)

Foto

Publikation






 

Rede für Heinz Handschick
zur Verleihung des Egmont Schäfer Preises für Zeichnung 2010
und der Eröffnung der Preisträgerausstellung
in der Galerie im Turm am 22.April 2010
Volker_Henze,_Wilkommem_im_Offenen.pdf

Ausstellungen im Rahmen des Preises in der Galerie im Turm:
Ausstellungen_1989-2008.pdf

Egmont Schaefer - Ausstellungen in der Galerie im Turm
Ausstellungen_1978-2003.pdf

  Anmeldung