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Profil

Kommunale Kulturarbeit schafft Möglichkeiten für aktive Teilhabe am kulturellen Leben.
Sie macht Angebote zur Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur und Geschichte und vermittelt Orientierung und Unterscheidungsfähigkeit im unüberschaubar werdenden Kulturbetrieb. Kommunale Kulturarbeit stellt Foren, Bühnen, Räume und Fördermittel bereit für die Produktion, Präsentation und Diskussion künstlerischer Arbeiten in den einzelnen Sparten. Kommunale Kulturarbeit veranstaltet historische und kulturhistorische Ausstellungen, editiert Veröffentlichungen und organisiert Veranstaltungsprogramme. Schließlich bewahrt kommunale Kulturarbeit die Erinnerung an kulturelle Prozesse durch das Sammeln und Erschließen von Zeitzeugnissen und Dokumenten in kommunalen Archiven.

Kulturelle Bildung ist eine der Kernaufgaben des Fachbereiches. Sie ist nicht zu verwechseln mit „Kulturvermittlung“ oder Konzepten der „Heranführung an Kultur“. Solche Konzepte tragen kulturmissionarische Züge, auf die manche Zielgruppen sensibel reagieren. Sie unterstellen ihnen ein Defizit an Kultur, das es zu beheben gelte. Die Begrifflichkeit fällt zudem zurück hinter den schon erzielten Konsens über eine erweiterte Definition von Kultur, die die Vielfalt der Lebenswelten und Kulturpraktiken umfasst und den Menschen als aktives gestaltendes Wesen, als Subjekt seiner Verhältnisse sieht. Kulturelle Bildung meint dagegen im Sinne von Empowerment: Partizipationschancen eröffnen, die Ressourcen der Adressaten nutzen und stärken, und zwar sowohl durch eine erweiterte Aneignung von kulturellen Angeboten als auch durch kulturelle Eigenproduktivität. Ein Fachbereich für Kultur und Geschichte nimmt sein „kulturelles Mandat“ in Bezug auf kulturelle Bildung dann wahr, wenn er Ressourcen und Kompetenzen bereitstellt für die Verwirklichung kultureller Aneignungs- und Gestaltungswünsche von Menschen, die Kultureinrichtungen und Museen von sich aus wenig nutzen.

Diversity als Chance. Die Bevölkerung Friedrichshain-Kreuzbergs ist vielfältiger denn je. Multiple Identitäten, mehrfach-kulturelle Prägungen mit und ohne eigene Migrationerfahrung, unterschiedliche geschlechtliche Orientierungen, Bilingualität, Cross-Over-Erfahrungen und transkulturelle Phänomene erzeugten im Bezirk eine Lebenswirklichkeit, die Grenzen verschwimmen lässt, neue Allianzen evoziert und – last not least - als Nährboden für künstlerisch/kulturelle Ausdrucks- und Verarbeitungsformen offensichtlich sehr fruchtbar ist. Menschen, die sich professionell in diesem Anregungsfeld bewegen, leben allerdings häufig unter prekären Bedingungen. Der Fachbereich Kultur und Geschichte hat den neuen Formen kultureller Mischung und Durchdringung eine besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen und differenzierte Förderempfehlungen zu entwickeln. Die Herausbildung von Diversity-Kompetenzen in der Mitarbeiterschaft schafft dafür Voraussetzungen.

Weitere Textangebote:

Botschaften

Organigramm des Fachbereiches Kultur und Geschichte
Organigramm_FB_KG.pdf

Leitbild und Selbstverpflichtung des Amtes für Weiterbildung und Kultur